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                	                    	Philosophie-Forum - Aktuelle Themen                                    </title>
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                <description>Philosophie Diskussionsforum</description>
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                        <title>Glaube versus Wissen</title>
                        <link>https://philosophy.bluesharmonica.de/community/disput-religioeser-absolutheitsanspruch/glaube-versus-wissen-2</link>
                        <pubDate>Fri, 25 Jun 2021 13:38:10 +0000</pubDate>
                        <description><![CDATA[Veröffentlicht von: @haiiiner 
Da Moral sich in reziproken Verhaltenserwartungen manifestiert, ist ihr Rechtfertigungsverhältnis multirelational: der Einzelne muss sich vor der Gemeinschaft...]]></description>
                        <content:encoded><![CDATA[<blockquote data-userid="4" data-postid="31" data-mention="haiiiner">
<div class="wpforo-post-quote-author"><strong> Veröffentlicht von: @haiiiner </strong></div>
<p><span style="color: #000080">Da Moral sich in reziproken Verhaltenserwartungen manifestiert, ist ihr Rechtfertigungsverhältnis <em>multirelational</em>: der Einzelne muss sich vor der Gemeinschaft bzw. jeder vor jedem sich rechtfertigen können. Darin liegt eine gewisse Verantwortungsunschärfe.</span></p>
<p><span style="color: #000080">Das Christentum und andere monotheistische Religionen haben dieses Rechtfertigungsverhältnis zumindest überformt, wenn nicht <em>umfunktioniert</em>: der Einzelne muss sich (vor allem) vor Gott rechtfertigen<sup>1</sup>. Diese <em>Umwandlung des multirelational-gesellschaftlichen in ein birelational-monotheistisches Rechtfertigungsverhältnis</em> verschärft die individuelle Verantworlichkeit in zweierlei Hinsicht: </span></p>
<p><span style="color: #000080">1. verringert eine dialogische Rechtfertigungssituation die Anonymität der Beziehung dramatisch gegenüber einer polylogischen<br /></span></p>
<p><span style="color: #000080">2. ist die Erforderlichkeit einer womöglichen Verantwortungsübernahme nicht mehr von der Kontingenz einer realen Rechtfertigungssituation abhängig, sondern <em>unvermeidlich</em> vor einem alles sehenden Gott und einem ohnehin unvermeidlichen jüngsten Gericht.</span></p>
<p><span style="color: #000080">Damit schafft die Umwandlung des multirelational-gesellschaftlichen in ein birelational-monotheistisches Rechtfertigungsverhältnis die Grundlage für historische Individualisierungsprozesse.</span></p>
</blockquote>
<p>Ich glaube, ich muss an dieser Stelle das bisher gesagte noch etwas deutlicher formuleren. Ich habe das Gefühl, dass wir aneinander vorbeireden.</p>
<p>Im biblischen Kontext ist Gerechtigkeit das, was die Bibel über Gott und den Menschen zu sagen hat. Es manifestiert sich in einem dynamischen Wirken, das die Menschen zu einer echten Gemeinschaft ausformt. Es ist ein Tun, das seinen Grund alleine in Gott hat. Es ist Gott, der durch sein Handeln Gerechtigkeit bewirkt. Seine Gerechtigkeit ergreift Partei für die Benachteiligten, für die Armen und für die, die unter ungerechten Verhältnissen leiden. Das ist das Charakeristische an Gott: In ihm fallen Barmherzigkeit und Gerechtigkeit in Eins zusammen.</p>
<p>Für den Menschen bedeutet dies: Gotteserkenntnis und - nähe sind gebunden an gerechtes Tun: Gott zu erkennen und zu kennen bedeutet Gerechtigkeit zu praktizieren. In der Gerechtigkeit (im Herstellen von gerechten Verhältnissen und Gemeinschaften) gibt sich Gott zu erkennen. Der Mensch kann gerecht handeln, weil sich Gott als Gerechter zu erkennen gibt. Gott ist derjenige, der seine Gerechtigkeit die Menschen erfahren lässt.</p>
<p>Das christliche Verständnis von Gerechtigkeit baut auf der biblischen Grundlage auf.</p>
<p> </p>
<p>(Fortsetzung folgt)</p>
<p> </p>]]></content:encoded>
                        <category domain="https://philosophy.bluesharmonica.de/community"></category>                        <dc:creator>pascual</dc:creator>
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